Keine Bahnromantik

Ich sollte damit aufhören, bevorstehende Bahnfahrten romantisch zu verklären als Möglichkeit, mich einmal in aller Ruhe einem Buch oder anderem zu widmen.

Bahnfahren ist Stress. Man sitzt in überfüllten Zügen, hat vielleicht noch eine Horde besoffener Festivalbesucher an Bord und muss im schlimmsten Fall selbst mit dem Stehplatz vorlieb nehmen.

Gedulds- und Nervenprobe für 9 Euro

Das 9-Euro-Ticket hat diese Situation nicht gerade verbessert. So schön es auch ist, für so wenig Geld durch die Republik zu reisen – man muss vor allem Geduld, Nerven und Zeit mitbringen.

Nach einer Dienstreise vor ein paar Tagen, bei der die Rückreise drei Stunden länger dauerte als vorgesehen, hätte ich eigentlich darauf gefasst sein müssen, dass auch mein Ausflug zum Abiturtreffen nicht optimal verläuft. Trotzdem hatte ich Lesestoff etc. eingepackt, um letztlich – eingeklemmt zwischen lauter Betrunkenen – froh zu sein, irgendwann wieder befreit zu sein aus dieser Situation.

Man lernt eben nie aus.